Die Vorstellung vom „Raum“ ändert sich

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Die Eroberungen von Alexander dem Großen erweiterten den räumlichen Horizont der antiken Griechen und ebneten den Weg für die Entwicklung der hellenistischen Kunst und Kultur. Persönlichkeiten wie Aristoteles und Aristarchos von Samos trugen zu wissenschaftlichen Fortschritten in Alexandria bei, wo auch Euklid und Heron ihre bemerkenswerten Entdeckungen machten. Die Eroberungen von Julius Caesar, insbesondere in Gallien und Britannien, markierten den ersten Schritt zur räumlichen Entität, die als „Europa“ bekannt ist.

Während des ersten Jahrhunderts des Römischen Reiches ereignete sich eine tiefgreifende Transformation des Raumes, geprägt durch ein erweitertes geografisches Bewusstsein und kulturelle Einheit. Senecas Schriften spiegeln eine globale Wahrnehmung des Raumes wider, die zukünftige Entdeckungen antizipierte und dadurch die Erkundungen förderte. Der Fall des Römischen Reiches und nachfolgende Invasionen führten zu einer Kontraktion des Raumes und zur „Kontinentalisierung“ Europas während des frühen Mittelalters. Die Kreuzzüge und die Aktivitäten von Gruppen wie der Hanse trugen zur Wiederentdeckung von Handelsrouten und zur Expansion der Weltwirtschaft während des Mittelalters bei.

Diese räumliche Expansion fiel mit kulturellen Veränderungen zusammen, darunter das Aufkommen zentralisierter Verwaltungen und städtischer Kultur. Die gotische Kunstbewegung führte dynamische Raumkonzepte ein.

Die Entdeckungen und Entdeckungsreisen des 16. und 17. Jahrhunderts markieren eine tiefgreifende Veränderung im planetaren Weltbild und hatten weitreichende Konsequenzen. Diese Raumrevolution war mehr als nur eine quantitative Erweiterung des geografischen Horizonts durch die Entdeckung neuer Kontinente und Ozeane allein. Die Einführung der kosmischen Dimension und des Konzepts des unendlichen Raums war ebenfalls entscheidend für diese Veränderung.